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Jungunternehmer treffen Nationalräte zur EnergiedebatteZum zweiten Mal nach 2010 hat die Junior Chamber International Switzerland (JCIS, Junge Wirtschaftskammer Schweiz) am 11. Mai 2011 ihr nationales Seminar JCIS meets politics durchgeführt. Zum Thema „Energie, Umwelt, Unternehmertum" referierten Nationalräte, Wissenschafter und Jungunternehmer über die Herausforderungen der Zukunft. In vier Workshops widmeten sie sich den Themen Erneuerbare Energien, Klima/CO2-Ausstoss, Energieeffizienz und Strommarkt.
„Das Konzept der Zweitauflage von JCIS meets politics hat sich bewährt: Wissensvermittlung und Meinungsaustausch zwischen Politik und Jungunternehmern ist mehr denn je wichtig", ist JCIS-Past-Nationalpräsidentin Liliane Kramer überzeugt. Sie hatte den Anlass in ihrem Präsidialjahr 2010 aus der Taufe gehoben.
Referate zu Teilbereichen der Energiediskussion Nach einem Einführungs-Referat von Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP/FR) referierten und diskutierten folgende Parlamentarier und Experten mit den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern: - Nationalrat Jacques Bourgeois und Dr. Dirk Sinerius (Oerlikon Solar) zu den erneuerbaren Energien - Nationalrat Beat Jans (SP/BS) zu Klima und CO2 - Nationalräte Ignazio Cassis (FDP/TI) und Martin Landolt (BDP/GL) sowie Dr. Thomas Bürki zu Energieeffizienz - Nationalrätin Christa Markwalder (FDP/BE) und Nationalrat Roger Nordmann (SP/VD) sowie Dr. Urs Meister (avenir suisse) zum europaweit vernetzten Strommarkt Energieeffizienz als unabdingbare Grundmassnahme Die Energiedebatte zeigte sich den JCIS-Mitgliedern in ihrer ganzen Komplexität. Trotzdem ergaben sich viele Hinweise für Zukunftsszenarien. So sollte gerade aus Sicht der Unternehmen, ob KMU oder Grossunternehmen, dem Thema Energieeffizienz grösste Bedeutung beigemessen werden: Weniger Energie zu verbrauchen, hat in erster Linie mit Prozessoptimierung zu tun – diese ist gratis, hat aber ein hohes Sparpotential. Unternehmer, Private und der Staat sind deshalb gut beraten, im Bereich Energieeffizienz auf breiter Front sofort wirksame Massnahmen einzuführen. An Ideen hierzu mangelt es nicht.
Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft Daneben zeigt sich für die Schweiz insbesondere im Bereich der Solarenergie ein sehr grosses Potential, welches durchaus auch in einem überschaubaren Zeithorizont von 10 bis 15 Jahren entwickelt werden kann. Dies bedeutet gerade für den Industriestandort Schweiz mehr Arbeitsplätze und hohe Forschungsinvestitionen. Weiter bietet auch die Biomasse interessante, dezentral einsetzbare Perspektiven zur Strom- und Wärmegewinnung.
Energieumbau braucht mehr Stromnetze Deutlich wurde aber auch, dass die effizientere Stromnutzung und die Förderung der erneuerbaren Energien einen Ausbau der Stromnetzinfrastruktur voraussetzen. Die dezentral strukturierte Stromerzeugung verlangt nach ganz neuen technischen Anforderungen der Stromnetze. Zudem ist schon heute der Strommarkt europäisch. Für die Schweiz heisst dies, dass ihr Netz viel mehr Strom „durchleitet", als die inländischen Verbraucher benötigen. Der Stromverbrauch und die Stromproduktion fallen zeitlich und örtlich auseinander, so dass Netze und Speicherkapazitäten immer wichtiger werden. Die Schweiz wird deshalb nicht um einen massiven Ausbau der Netzte herumkommen.
Referate: Jacques Bourgeois
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